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29. Juni 2012

Was für ein Sommer! Er ist zwar erst wenige Tage alt, zeichnet sich aber schon durch heftige Temperaturschwankungen und ganz schön viel Regen aus. Das Fußballmärchen ist auch ausgeträumt - was bleibt uns denn dann noch?

Hier in Berlin strahlt heute die Sonne - und damit das so bleibt, lesen wir uns denn Sommer doch einfach herbei! Für alle, die dann in diesem Sommer wenigstens bei ihrer Lektüre auf Nummer sicher gehen wollen, gibt es noch bis zum 10. Juli 2012 ein heißes Sommerangebot:

  • jeder Bestellung liegt eine kleine Sommerüberraschung bei
  • alle Bestellungen sind in diesem Zeitraum natürlich versandkostenfrei
  • Einfach beim Aktionscode "Hitzewelle" eingeben und überraschen lassen!

Für alle, die einfacherlesen schon immer mal ausprobieren wollten - und natürlich auch für alle, die es schon kennen. Wenn ihr zu euren Lesevorlieben nichts Neues hinzufügen wollt, dann geht das auch unkompliziert per E-Mail!

Viel Spaß beim Lesen und noch viele heiße Sommertage, um die Bücher auch zu genießen wünscht

Daniela

 

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18. Juni 2012

Der magischer erste Satz eines Romans soll den Leser sofort in seinen Bann ziehen, auf das Buch einstimmen und begeistern. Wenn es um berühmte Romananfänge geht, kommt man um "Alle glücklichen Familien gleichen einander, jede unglückliche Familie ist auf ihre eigene Weise unglücklich" nicht umhin. Es ist ja auch ein besonders gelungener erster Satz. Begeistert hat mich auch Karl Ove Knausgard in "Sterben" mit "Für das Herz ist das Leben einfach. Es schlägt, solange es kann." - gelesen, gefangen.

Dennoch ist es selten, dass ein erster Satz gleich komplett überzeugt. Oft genug braucht auch ein Autor, ein Buch Zeit, um zu seinem ganz eigenen Rhythmus zu finden, um Sprache und Thema miteinander zu verbinden. Oder aber im Gegenteil: während der Beginn noch kunstvoll gestaltet war, zeigt ein Blick auf Seiten weiter hinten, dass nun kurze Dialoge vorherrschen, dass die Sprache holprig ist, die Bildersprache zu üppig...

Aber welche Stilmittel der Sprache einen als Leser ansprechen, ist doch individuell sehr verschieden. Ich habe für mich festgestellt, dass sich mein Wunschdenken dabei auch sehr gewandelt hat. Blumige Metaphern schrecken mich heute eher ab. Eine klare, präzise Sprache hingegen, die auch noch mit Sinn für Sprachmelodie, Rhythmus, Wortwitz aufweist, kann mich regelrecht begeistern. Welche Sprache schätzen Sie in Büchern? Was schreckt Sie ab? Schreiben Sie mir!

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02. Juni 2012

Überall in der Natur knospt und sprießt es nun endlich - und so mancher wird es, wie ich ja selbst auch, kaum noch erwarten können, endlich zu ernten. Ähnlich ist es gerade auch mit Büchern: nicht, dass meine "Vorratsschränke" schon leer wären, aber die neuen Verlagsprogramme sind wie üblich sehr verheißungsvoll und machen Lust auf viele Titel, die in einigen Monaten erscheinen. Aber wie im Garten heißt es auch hier: Geduld!

Erst einmal gilt es, sich mit dem Vorhandenen auseinander zu setzen. Wie sieht es denn aus, mit den Erwartungen - auch das Frühjahrsprogramm war vielversprechend, ich habe einige interessante Bücher gelesen, aber ein wirkliches Higlight war für mich bislang nicht dabei. Dabei erschienen in diesem Frühjahr gleich vier Bücher von Autoren, die mir schon einmal ein "besonderes" Buch beschert hatten:

Alle vier Bücher haben mir auf ihre Weise sehr gut gefallen und waren auf jeden Fall lesens- und auch empfehlenswert. Aber das gewisse Etwas, das den Unterschied zwischen einem guten Buch und einem, das mich emotional grundlegend berührt, das fehlt bislang noch.

Wie sieht es aus mit euren Erwartungen? Gab es schon Bücher, die für euch besonders waren?

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10. Mai 2012

... zumindest nicht für Verlage und Autoren. Für den Buchhandel schon eher, aber das ist ein anderes Thema. Wenn man im Moment etwas über die Buchwelt liest, fehlt so gut wie nie ein sorgenvoller Hinweis auf die Gefahren durch das elektronische Buch, das aktuell einen schier unaufhaltsamen Marsch in die Haushalte der LeserInnen aufgenommen hat.

Ich will die Gefahr, die von kopierten Buchdateien ausgeht, gar nicht kleinreden. Sie existiert bestimmt, es gibt bestimmt auch schon Plattformen, wo man diese Bücher illegal downloaden kann - aber ich berichte lieber mal von meiner Erfahrungswelt. Von der Welt - der Leser. Ja, ich kenne eine sehr große Anzahl von Menschen, die lesen. Die überdurchschnittlich viel lesen. Und ja, fast alle haben mittlerweile - zusätzlich zu den gedruckten Büchern - auch ein elektronisches Lesegerät angeschafft. Ein Hauptgrund dafür ist meist, dass ihnen der Platz in den Regalen ausgeht, dass sie wissen, viele Bücher garantiert nur einmal zu lesen - und ja, auch, dass es eben sehr komfortabel und praktisch ist, statt einem gebundenen 1-kg-Wälzer nur ein Gerät dabei zu haben, das leichter als ein durchschnittliches Taschenbuch ist.

Diese Menschen KAUFEN ihre E-books. Und was in meinen Augen noch viel wichtiger ist: sie verkaufen sie danach nicht wieder. Denn das geht derzeit (noch) nicht. E-Books kann man weder verkaufen noch verleihen noch verschenken. Und somit ist die Rechnung sehr klar: ein verkauftes Buch = 1 Leser. Für den Verlag und den Autor bleibt der Erlös aus diesem Verkauf. (Dass der Buchhandel meist außen vor ist - dazu später mehr).

Was aber passiert mit den gedruckten Büchern? Die werden natürlich auch erstmal gekauft. Aber wie oft? Ich habe mich in der letzten Zeit ein wenig umgehört und aktiv nachgefragt, um bestätigt zu hören, was ich rundherum schon länger beobachte:

  • Bücher werden großteils schon vom Gebrauchtmarkt eingekauft
  • und danach wieder weiterverkauft

Davon hat dann nur die Verkaufsplattform etwas - oder Buchgroßverramscher wie regalfrei, Medimops und wie sie alle heißen. Wer sich mal durch diverse Videoblogs klickt, in denen alles rund um die Bücherwelt Thema ist, wird auch immer wieder auf "Auspackvideos" stoßen, in denen die Großeinkäufe bei diesen Versendern kommentiert werden. Erwartet wird auch hier, dass ein Buch eigentlich neuwertig ist - aber bezahlen möchte man dafür bitte schön wenig bis nichts.

Natürlich ist es das gute Recht eines jeden Buchkäufers, sich danach auch wieder vom Gelesenen zu trennen! Aber wenn ich mir das Gejammer über das böse, böse E-Book anhöre, wie hier zum Beispiel in einem Videoblog, in dem Michael Krüger, Hanser-Verleger, sich über E-Books sehr abfällig äußert - dann frage ich mich, warum gerade die Verlage denn so jammern? Ein E-Book, ein Leser - kein Weiterverkauf, kein Verramschen. Druckkosten und Umweltresourcen spart es außerdem.

Ein ganz anderes Thema ist der Buchhandel. Der bleibt außen vor beim E-Book. Ja, es gibt auch andere Reader als den Kindle. Ja, es gibt Initiativen des Börsenvereins, damit man Möglichkeiten hat, auch den Buchhandel mit einzubinden. Aber die Erfolge sind verschwindend gering. Da hat Amazon schlicht ein System geschaffen, dem es an Kundenfreundlichkeit, Flexibilität usw. nicht viel entgegenzuhalten gibt. Leider, muss man sagen.

Und wenn man dann zu guter Letzt noch liest, wie Bücher von den Verlagen heutzutage eingekauft werden, welche Kriterien dabei zählen, und wie teuer sich eine "professionelle" Kritik in den Zeitungen bezahlen lässt, dann könnte man ein klein wenig ins Verzweifeln geraten über die Zukunft des Buches. Aber nur ein wenig. Es gibt sie ja trotz allem immer noch - die Enthusiasten rund ums Buch, egal, ob in den Verlagen, Buchhandlungen, Zeitungen und Blogs.

 

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06. Mai 2012

Rosen, Tulpen, Nelken, alle Blumen welken...

... Büchersträuße dagegen halten den Empfänger selbst frisch und munter (selbst in unzähligen Nächten mit guten Büchern getestet).

Schenken Sie zum Muttertag doch mal statt der obligatorischen Blumen - ein gutes Buch! Sie erzählen von den Interessen Ihrer Mutter, und ich suche die Bücher aus, die sie wirklich interessieren. Garantiert. Und wenn Sie Ihre Bestellung bis Mittwoch, 9. Mai um 12:00 Uhr aufgeben, wird das Buch noch schön verpackt und mit Ihrem Gruß versehen rechtzeitig den Bestimmungsort erreichen. Für Hardcover gilt dieses Angebot sogar ohne Versandkosten!

Und wenn Sie Ihrer Beschreibungskunst nicht so ganz trauen - von einfacherlesen gibt es auch Gutscheine...

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02. Mai 2012

Wenn an einem Buch, das ich kaufe, der Aufkleber "Bestseller" angebracht wurde, dann ist meine erste Tat mit Sicherheit, diesen zu entfernen. Er stört mein optisches Empfinden - auch wenn der Verlag damit ja an mein Unterbewusstsein signalisieren wollte: guck mal, das Buch ist gut! Das interessiert auch viele andere Leser!

Bei knapp 100.000 neu verlegten Büchern pro Jahr, davon etwa 17.000 belletristischen Titeln, ist auf jeden Fall eine Orientierungshilfe nötig, um daraus die Titel zu fischen, die für einen selbst interessant sind. Kein Mensch schafft es, alle diese Bücher tatsächlich zu lesen - und so kommen dazu ja auch noch all die Titel, die in den Vorjahren erschienen und immer noch verfügbar sind, aus denen es Entdeckungen zu machen gilt. Kein Wunder also, dass ein Aufkleber wie "Bestseller" die Aufmerksamkeit auf auflagenstarke Titel lenken soll, damit ein potentieller Buchkäufer nicht eventuell aufgrund der Vielfalt dann entscheidet, lieber gar kein neues Buch zu kaufen.

Und um eines auch festzuhalten: Ich habe nichts gegen Bestseller. Ich habe nichts dagegen, wenn ein gutes Buch sich auch gut und viel verkauft! Aber ich bin der festen Überzeugung, dass nicht jedes Buch für jeden Leser gleich "gut" ist.

Dieser Beitrag hier ist ganz stark inspiriert durch ein Gespräch, das ich vor kurzem mit dem Übersetzer eines wunderbaren Buches führte. Mir war natürlich schon aufgefallen, dass zu diesem Buch - das ich persönlich zu meinen Favoriten des Jahres 2011 zählte - keine Rezensionen existierten. Es stammt von einem in seiner Heimat und auch einigen anderen europäischen Ländern sehr angesehenen Autoren, mindestens eines seiner Bücher wurde auch verfilmt, es ist also kein Niemand, von dem hier die Rede ist. Und trotzdem: es haben sich bislang wohl erst etwa 800 Exemplare des Romans verkauft. Ob ein Aufkleber "Bestseller" daran etwas geändert hätte? Ob es dann in den Buchhandlungen präsenter ausgelegt worden wäre? Vermutlich. Eine Verdopplung des Absatzes wäre mit Sicherheit drin gewesen...

Ach, jetzt doch interessiert, von welchem Anti-Bestseller ich hier rede? Von Jens Christian Grøndahl "Tage im März". Ein wunderbarer, stiller Roman über eine Frau, die durch eine hässliche Aktion ihres Sohnes Entscheidungen aus der Vergangenheit in Frage stellt. Ein großartiger Roman für anspruchsvolle LeserInnen. Und leider - kein Bestseller. Was vermutlich dann dazu führt, dass weitere Bücher des Autors nicht mehr ins Deutsche übersetzt werden. Da ich nicht Dänisch spreche, bleibt mir der Zugang also verschlossen. Dafür kann ich mit Sicherheit dann ein weiteres Werk aus der Massenproduktion der amerikanischen Creative-Writing-Kurse lesen...

Tja, denn das ist die Kehrseite der Bestseller. Die Bücher, die unverdient zu wenig Aufmerksamkeit bekommen, weil ja der Großteil des Marketingbudgets schon für die Bestseller ausgegeben wurden. Ein Aufkleber alleine reicht nicht, da wird schon intensiver geworben, um das Versprechen, das dem Wort inne liegt, auch zu halten. Unspektakuläre Bücher haben es da schwerer ... und gleichzeitig ist dies ja auch der Grund, warum die kleinen, persönlichen Buchhandlungen nach wie vor ihr Stammpublikum haben und anziehen. Weil sie solche Schätze trotzdem heben, weil sie Bücher lesen und nicht nur Umsatzstatistiken.

Ich habe in meiner kleinen Buchhandlung hier im Netz, die ja trotz Internet ein ganz persönliches Einkaufserlebnis vermittelt, die "Tage im März" übrigens schon etliche Male verkaufen können. Und begeisterte Leserinnen (ja, bislang gab es noch keinen Mann, auf dessen Leseprofil das Buch gepasst hätte) dafür gefunden. Aber dennoch wird es wohl zum Bestseller nicht reichen....

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01. Mai 2012

Einmal gratis ausprobieren, ob die Tipps, die ich anhand Ihrer Angaben auswähle, auch tatsächlich passen: dieses Angebot kam so gut an, dass ich die Aktion bis Ende Mai verlängert habe. Besonders spannend fanden es auch Nutzer von E-Book-Readern, die so auch gleich die Möglichkeit hatten, die entsprechenden Leseproben zu laden und loszulesen.

Natürlich kann ein Buchtipp das Erlebnis des "echten" Lesens nicht ersetzen. Oftmals würde der Titel, das Cover, der Klappentext Sie vielleicht gar nicht ansprechen. Auch die ersten paar Seiten ziehen Sie unter Umständen noch gar nicht richtig in den Bann. Aber weil da der Gedanke ist "sie wird sich schon etwas dabei gedacht haben, warum gerade dieses Buch zu mir passt" bekommt dann ein Buch eine Chance, die es sonst nicht hätte - und wird unter Umständen tatsächlich zu Ihrem neuen Lieblingsbuch.
Probieren Sie es doch einfach aus!

Sie sagen mir, was Sie interessiert. Und Sie erhalten von mir eine E-Mail mit 2 Buchtiteln, die ich für Sie ausgewählt hätte. Ganz ohne Risiko oder Kosten für Sie - Sie investieren nur die Zeit, die Sie zum Ausfüllen des Fragebogens benötigen. Wo Sie den finden? -> hier!

Wie es funktioniert? Der oben genannte Link führt Sie zum Angebot "Buchtipp". Seitlich finden SIe die Kategorien, die zur Beschreibung Ihrer Lesevorlieben dienen.

Der Reiter "Um wen geht es" enthält auch das Feld Aktionscode - wenn Sie hier "Mai" eingeben, können Sie den Service einmalig völlig kostenlos testen.
Die Bereiche, die als Minimum auszufüllen sind, um für Sie ein passendes Buch auszuwählen, sind jeweils mit einem roten * gekennzeichnet. Es betrifft das Genre, den Bereich "Weitere Angaben" mit "Lieblingsbücher/Autoren" und im Bereich "Preise & CO" eine Information darüber, ob Ihre Tipps aus dem Bereich gebundener Bücher oder als Taschenbuch verfügbar sein sollen. Unter "Anzahl Tipps" wählen Sie bitte "Ich habe einen gültigen Aktionscode eingegeben und erhalte einmalig 2 Tipps gratis"

Und dann brauchen Sie die Bestellung nur noch abzusenden.... und bitte keine Scheu, falls Sie aus dem Ausland sind und bei der Adresseingabe keine Möglichkeit zur Auswahl Ihres Landes finden. Ja, ich liefere an sich nur innerhalb Deutschlands Bücher - aber Buchtipps sind davon nicht betroffen. Auch die Adresseingabe braucht Sie nicht zu verunsichern - da dieser Buchtipp auch käuflich erworben werden kann, wird aus technischen Gründen eine Adresse abgefragt. Falls Sie noch sehr zögern, können Sie die Angaben hier auch mit einem "ka" versehen (nur leer bleiben darf das Feld nicht).

Angebot wurde verlängert bis 31. Mai - nutzen Sie die Gelegenheit! Und denken Sie dran: Sie können auch Buchtipps zum Verschenken abfragen. Muttertag naht...

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24. April 2012

"Guten Tag, darf ich Ihnen ein Buch schenken?" - "Bücher? Nicht mal geschenkt." "Ich kauf mir meine Bücher selber." "Ich lese nichts." "Nein."
Das Gute daran: ich bin mit dieser Erfahrung nicht alleine. Immerhin 33.333 Teilnehmer konnten sich bei der Aktion Lesefreunde anmelden, um von einem aus 25 Titeln gleich 30 Exemplare zu erhalten und zu verteilen. Der Grundgedanke war, damit auch Menschen zu erreichen, die sonst wenig oder gar nichts lesen - und ihnen die Lesefreude wieder ein Stückweit zurückzubringen.

Dieses Argument fand ich absolut überzeugend. Es trifft genau in den Kern meiner Leidenschaft und auch ein wenig in den Hintergedanken von einfacherlesen.de: Menschen wieder verstärkt mit der großen Freude, die das Lesen eines Buches bedeuten kann, anzustecken. Indem man sie mit den Büchern in Verbindung bringt, die sie wirklich interessieren. Oder eben ein gutes Buch, das sie einfach so geschenkt bekommen.

Daher wollte ich auch ganz bewusst meine 30 Exemplare nicht in meinem Freundes- und Bekanntenkreis verteilen. Mein Umfeld liest großteils ohnehin. Nein, Fremde sollten es sein. Menschen, die sonst vielleicht nicht zum Buch greifen. Nur: diese Vorstellung war etwas naiv. Denn warum sollten sie dann ein Buch entgegennehmen, nur, weil es ihnen geschenkt wird? Und überhaupt: ich kann schon auch nachvollziehen, dass man sich, angesichts der vielen Motz- und sonstigen Verkäufer in S-Bahn und auf belebten Plätzen, erstmal einfach nicht mehr ansprechen lassen will. Geht mir ja genauso, auch ich wehre schon ab, wenn mir jemand mit der Absicht, mich anzusprechen, entgegenkommt.

Die smarten Angestellten am Potsdamer Platz, die gerade in ihre Mittagspause eilten, wollten sich jedenfalls nur selten von den Vorzügen des Buches überzeugen lassen. Interessant war allerdings der Schneeballeffekt: Manche hätten das Buch vielleicht sogar genommen, wenn nicht die Begleitung so befremdet reagiert hätte. In der S-Bahn hatte ich dann mehr Glück: der ersten Dame, der ich die Aktion und die Hintergründe kurz erkläre, findet das super und freut sich über das Buch - und auf einen Schlag bin ich fast 10 Bücher los, weil man wohl gesehen hat, dass tatsächlich kein Haken dran ist, kein Koran verschenkt wird, kein "Sie müssen nur vorher dieses Seminar besuchen" - einfach nur: ein Buch. Und Lesefreude.

Am Ende waren noch 2 Titel übrig, die ich in der S-Bahn nach Hause noch verschenken wollte. Mein Gegenüber hatte das Angebot erst nachdrücklich abgelehnt. Aber die Neugierde war doch da. Ein paar Stationen weiter kam die Frage: "Haben Sie die doppelt gekauft, oder warum wollten Sie eines verschenken?" - und dann war das Buch auf einmal doch interessant. Und hat noch Freude bereitet. Ein netter Abschluss der Verteilaktion.

Die Frage bleibt natürlich offen, ob es nicht vielleicht doch besser gewesen wäre, alle 30 Titel über die Seite hier zu verschenken - 10 Exemplare hatte ich dafür ja reserviert. Das Interesse war groß, ich muss nun leider Menschen, die das Buch gerne gelesen hätten, enttäuschen. Aber vielleicht hat sich ja einer der Beschenkten dann doch beim Blättern in der S-Bahn festgelesen...

 

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22. April 2012

Als ich vor gut zehn Jahren meinen Urlaub in Neuseeland vorbereitete, war ich natürlich auch sehr neugierig auf Literatur aus diesem fernen Land, das durch die englische Sprache und Kultur in vieler Hinsicht ja dennoch so "nah" erschien. Ich habe wirklich intensiv gesucht, auch, als ich dann im Land war jede mögliche Buchhandlung aufgesucht (was, im Übrigen, meist eine herbe Enttäuschung war und mir in Sachen neuseeländische Autoren leider nicht viel Neues geboten hat). Die Liste der Bücher, die ich damals gefunden habe, gibt es noch immer online, sie ist bei meinen alten Reiseaufzeichnunge zu finden: http://www.die-leselust.de/nz/literatur.htm

Das, was wohl den meisten Literaturinteressierten einfällt, ist auch nach wie vor: Keri Hulme, Janet Frame, Katherine Mansfield. Und dann... Stille. Anthony McCarten fällt vielleicht dem einen oder anderen noch ein, als Beispiel für junge Gegenwartsliteratur.  Ich bin also ausgesprochen gespannt darauf, welche neuen Autoren es für uns LeserInnen zu entdecken gilt, wenn im Herbst bei der Frankfurter Buchmesse Neuseeland sich als Ehrengast präsentiert. Und eines schon mal vorweg: es ist nicht nur die Sympathie, die ich dem Land ohnehin entgegenbringe, die mich das Sonntagsgespräch im Buchmarkt interessiert hat lesen lassen: Tanea Hege, die den Gastauftritt Neuseelands organisiert, hat hier einige interessante Fragen beantwortet. http://www.buchmarkt.de/content/50825-das-sonntagsgespraech.htm

Die Frage, die mich am Brennendsten interessiert, bleibt dabei aber noch unbeantwortet: welche Autoren werde ich nun neu entdecken können? Und ich habe auch leise Befürchtungen, dass da im Herbstprogramm der Verlage wenig zu finden sein wird. Zu kurzfristig wurde die Entscheidung für 2012 bekannt gegeben, zumindest erschien es mir so (die Gastländer für 2013 und 2014 stehen schon seit wesentlich längerer Zeit fest). Wird es überhaupt Neuübersetzungen geben?  Bislang konnte ich in den Verlagsprogrammen die schon online verfügbar sind nichts entdecken, aber das heißt ja noch nicht viel.

Wenn Sie also Autoren aus Neuseeland kennen oder welche, die über Neuseeland schreiben, dort leben - ich würde mich über Informationen darüber sehr freuen!

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20. April 2012

Eine Million Bücher wurden von der Stiftung Lesen, dem Börsenverrein und den Verlagen extra gedruckt, um rund um den Welttag des Buches verschenkt zu werden. Auch ich habe ein Paket mit 30 Exemplaren von Kehlmanns amüsantem Roman "Die Vermessung der Welt" erhalten und darf diese nun verteilen.

Kennen Sie dieses Buch schon? Nein? Ich kann es Ihnen wirklich nur empfehlen - Kehlmann hat in seinem Roman das Schicksal Alexander von Humboldts und Carl Friedrich Gaußs auf sehr amüsante Weise miteinander verwoben. (Hier ein Link zur Rezension)

Einen Großteil davon werde ich am Montag verteilen - an die Menschen, die mir im öffentlichen Nahverkehr auf dem Weg zu ihrer Arbeitsstele begegnen. Falls Sie in Berlin leben - halten Sie Ausschau nach jemandem, der ein Buch wie im Bild gezeigt schwenkt, Sie werden gerne beschenkt!

Zehn Exemplare werde ich aber auch verschicken - unter allen, die mir bis zum 23.4. eine Nachricht mit ihrer Adresse und dem Betreff "Lesefreunde" schicken, werden die Empfänger ausgelost.

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