Referenzen

streetreader, 25, hat in ihren Lesevorlieben von Unterhaltungsliteratur, Krimis, Fantasy, Mystery und historischen Romanen geschrieben, erwähnt, dass sie es gar nicht mag, wenn ein Autor "labert" und hat aber auch ganz explizit angegeben, dass sie auch bereit wäre, sich auf etwas komplett Neues einzulassen.

Ich muss ganz ehrlich sagen, als ich den Klappentext gelesen habe, war ich total skeptisch, weil ich ja explizit darauf hingewiesen hatte, dass ich kein Gelaber wünsche und "metaphysische Wiedergeburtstheorien" u. Ä. hörten sich für mich total nach Gelaber an ... Aber ich wollte ja auf alle Fälle mal schauen, was du mir da ausgesucht hast und war der Meinung, dass du dir ja bestimmt auch was dabei gedacht hast. Vom ersten Teil war ich dann auch schon direkt total mitgenommen, als Joop im Krankenhaus bei seiner Tochter war, musste ich aufpassen, dass mir im Zug nicht die Tränen kamen (und ich heul echt nicht so leicht bei Büchern). Die Skepsis was noch kommen würde, hielt zwar an, aber da Joop selbst auch ein totaler Skeptiker war, ließen sich die etwas merkwürdigen Wiedergeburtslehren ebenfalls sehr gut ertragen und das Ende war schließlich der Knaller! :D
Es hat einfach wunderbar gepasst, hat meine Erwartungen weit übertroffen und war ein Buch, das ich definitiv niemals selbst gekauft hätte und jetzt wirklich sehr sehr gut finde, also vielen herzlichen Dank für diese Empfehlung! Genau so hatte ich mir das auch erhofft!

 

Streetreader hat mir eine wunderbare Vorlage gegeben - zum einen eine sehr detaillierte Schilderung all dessen, was sie an Büchern mag und nicht mag, und dazu der Hinweis, offen für Neues zu sein. Danke für das Vertrauen, das Buch trotz Klappentextes dann gelesen zu haben!



Peter aus Berlin hat einen einfacherlesen Krimi als Geschenk erhalten - seine Lesevorlieben wurden mir vom Schenker verraten. Und hier ist sein Fazit aus dieser Erfahrung:

Hier mein Eindruck von "Feuertaufe", Markus Stromiedel
Erster Eindruck: Na ja, mal wieder was mit Neonazis  und Überwachungsstaat. Fehlt nur noch eine Prise Finanzkrise und der Reisser-Cocktail ist perfekt. Dass der Roman mit einem mutmaßlich rechtsextremen Brandanschlag auf ein ausschließlich von Türken bewohntes Haus beginnt, verstärkte zunächst den Eindruck. Ich hätte mir das Buch nicht gekauft.

Nach dem Lesen: Stromiedel überzeugt mich, indem er zeitgemäße Themen besetz, diese aber lediglich als Rahmen nutzt, quasi als Metapher. Im Fokus stehen für mich die Entwicklungen der Charaktere. Der zunächst reißerische Eindruck tritt zunehmend zurück (obwohl das beschriebene Zukunftsszenario wenig paranoide Fantasien auslässt). In den Vordergrund treten die Handlungen und Motive der Menschen, die mit der perfekten Überwachungstechnik konfrontiert sind: als Opfer der Überwachung genauso wie als der Verführung der eigenen Möglichkeiten als Überwacher erlegene. Der Ermittler Paul Selig wird von den Ereignissen zwischen die Fronten geworfen und erfährt die Schattenseiten der eigenen Ermittlungsmöglichkeiten als Verdächtigter am eigenen Leibe. Das finde ich interessant. Die Geschichte ist als vielschichtiger Thriller angelegt, der immer wieder Spuren legt, diese wieder in Frage stellt und neue legt. Obwohl die Auflösung letztlich nicht so irre kompliziert ist, bleibt der Plot bis zum Schluss spannend. So gesehen ist es schade, dass z.B. das Motiv des Innenministers mit 9/11 letztlich doch etwas blass bleibt. Gut finde ich, dass mit der Historie Seligs Vaters eine Geschichte offen bleibt und Stoff für eine auch im nächsten Band der Reihe noch interessante Hintergrundgeschichte gelegt ist.

Fazit: Danke für diese Empfehlung!

Und ich freue mich immer wieder, wenn Autoren & Bücher eine Chance bekommen, die auf den ersten Blick gar nicht so anziehend für den einzelnen Leser erscheinen - und überzeugen können!

Sabine L, Großraum Köln/Bonn, über ihre Erfahrungen mit einfacherlesen.de:

Mir hat die "Wahrheit" rundherum und bis zuletzt gut gefallen- ist allerdings kein Krimi, den ich einfach so zur Entspannung lesen konnte, sowohl der Schreibstil- die Staccato-Sätze- als auch die Geschichte haben meine Aufmerksamkeit gefordert, also ein Krimi für "Denker".
Das hat mal wieder richtig gut getan, denn als unverbesserliche Krimileseratte kommt mir auch schon mal einiges vor die Nase, das schon etwas trivial unterwegs ist...
So war der Temple eine wirklich angenehme Überraschung und gehört damit zu den wenigen Krimis, die ich mir vorstellen könnte ein zweites Mal zu lesen - und das ist das größte Lob, das ich einem Buch erteilen kann!

Eine Krimireihe für Sabine zu finden, die ihren Qualitätsansprüchen entsprach und der Vielleserin noch unbekannt war, war eine echte Herausforderung!

 

Ewald E. aus Duisburg, 40, leitender Angestellter mit 70-Stunden-Woche - über einfacherlesen.de:

Daniela sucht bereits seit zehn Jahren meine Lektüre aus, das hat sich damals eigentlich zufällig ergeben - aber da ich bis heute gut damit fahre und es auch genieße, mich überraschen zu lassen, bin ich dabei geblieben. Daniela hat mir oft genug Bücher geschickt, die ich selbst gar nicht in Erwägung gezogen hätte - weil sie auf den ersten Blick nicht dem entsprachen, was ich dachte, gerne zu lesen. Aber erstaunlicherweise waren es dann gerade diese Bücher, die mich am meisten gepackt und begeistert haben. Klar, in 10 Jahren gab es auch mal einen Fehlgriff. Aber als ich meine Bücher noch selbst ausgesucht habe, ist mir das wesentlich häufiger passiert. Ich kann den Service gerne weiterempfehlen!

Ewald liest fast ausschließlich Bücher auf Englisch. Er interessiert sich vor allem für Krimis, Unterhaltungsliteratur, Moderne Belletristik und anspruchsvolle Literatur. Im Fragebogen hatte er außerdem angegeben, stilistisch nüchtern, sachlich, spannend und humorvoll zu bevorzugen. Er interessiert sich inhaltlich vor allem für aktuelle Zeitgeschichte, Gesellschaft, Alltag, Kriege und Konflikte. In seiner Lektüre bereist er gerne die ganze Welt, hat aber - schon aufgrund der Sprachvorlieben - vor allem ein Faible für den englischsprachigen Raum. Ewald hat aufgrund des unten stehenden Profils unter anderem folgende Bücher empfohlen bekommen:

Ian Rankin - die Inspector Rebus-Reihe
Harper Lee - To Kill a Mockingbird
Dennis Lehane - Gone, Baby, Gone
Gregory David Roberts - Shantaram

Rebus